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Leistung Kurzzeitkennzeichen

Das Kurzzeitkennzeichen dient zu Probe- und Überführungsfahrten eines bestimmten nicht zugelassenen Fahrzeuges und wird bei nachgewiesenem Bedarf für maximal 5 Tage ausgegeben. Der Gültigkeitszeitraum beginnt immer am Tag der Ausgabe des Kennzeichens, der Ablauf wird auf den Kennzeichenschildern vermerkt. Die Kennzeichenschilder, wie auch der ausgestellte Fahrzeugschein, müssen nicht zurückgegeben werden, sie können einfach vernichtet werden. 

Voraussetzungen zur Zuteilung eines Kurzzeitkennzeichens

  • Der Antragsteller hat seinen Hauptwohnsitz im Kreis Recklinghausen oder das Fahrzeug befindet sich zum Zeitpunkt der Antragstellung nachweislich im Kreis Recklinghausen.
  • Das Fahrzeug, welches mit dem Kurzzeitkennzeichen in Betrieb genommen werden soll, muss der Zulassungsbehörde bekannt sein.
  • Für das Fahrzeug müssen eine gültige Hauptuntersuchung und falls vorgeschrieben eine gültige Sicherheitsprüfung nachgewiesen werden. Deren Gültigkeitszeitraum darf nicht vor Ablauf des Gültigkeitszeitraumes des Kurzzeitkennzeichens liegen.
  • Das Fahrzeug muss eine gültige Typ- oder Einzelgenehmigung besitzen.
  • Das Fahrzeug muss versichert sein.

Unterlagen, die bei Antragstellung vorgelegt werden müssen

      • Legitimation des Antragstellers.
        • Antragsteller, die Ihren Hauptwohnsitz innerhalb des Kreises Recklinghausen haben: Gültiger Personalausweis oder Reisepass
        • Antragsteller mit Hauptwohnsitz außerhalb des Kreises Recklinghausen:
          Gültiger Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebescheinigung (nicht älter als 3 Monate)
        • Juristische Personen oder Gewerbetreibende/Freiberufler mit einem Betriebssitz im Kreis Recklinghausen:
          Aktueller Registerauszug und Gewerbeanmeldung, bei Freiberuflern Nachweis des Betriebssitzes z. B. durch Miet- oder Nutzungsvertrag
      • Personen, die ihren Hauptwohnsitz innerhalb Deutschlands nachweisen, können sich bei Antragstellung durch einen Bevollmächtigten vertreten lassen. Der Vollmachtnehmer muss sich ebenfalls legitimieren. Es muss eine schriftliche Vollmacht vorgelegt werden. Personen, die keinen Wohnsitz in Deutschland haben, müssen persönlich bei der Zulassungsbehörde vorsprechen, um ein Kurzzeitkennzeichen zu beantragen. Eine Vertretung mit Vollmacht ist nicht möglich.
      • Bekanntgabe der Fahrzeugdaten
      • Fahrzeugklasse und Aufbauart
      • Fahrzeug-Identifizierungsnummer
      • Nachweis der Typ- oder Einzelgenehmigung
      • Die Bekanntgabe der Fahrzeugdaten kann anhand eines der aufgeführten Dokumente (auch als Fotokopie) erfolgen:
        • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)
        • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
        • EG-Übereinstimmungsbescheinigung (COC-Papier)
        • Datenbestätigung des Fahrzeugherstellers
        • Gutachten nach § 21 Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (StVZO) oder § 13 EG-Fahrzeuggenehmigungsverordnung (EG-FGV), wobei die notwendige Einzelgenehmigung noch erteilt werden kann
        • ausländische Zulassungsbescheinigung, Title etc.
      • Letzter Prüfbericht über eine durchgeführte Hauptuntersuchung
      • Nachweise, die der Glaubhaftmachung des Fahrzeugstandortes Kreis Recklinghausen dienen können, sind: 
        • Kaufvertrag mit einem im Kreis Recklinghausen ansässigen Verkäufer
        • Fahrzeugpapiere, aus denen hervorgeht, dass der letzte Fahrzeughalter im Kreis Recklinghausen wohnte
      • Nachweis über das Bestehen einer Kfz-Haftpflichtversicherung für ein Kurzzeitkennzeichen durch Vorlage des 7-stelligen eVB-PIN
      • Nachweis über das Bestehen einer gültigen Hauptuntersuchung und, falls vorgeschrieben, Sicherheitsprüfung. 

Kann ein Kurzzeitkennzeichen zugeteilt werden, obwohl für das Fahrzeug keine gültige Hauptuntersuchung und/oder Sicherheitsprüfung nachgewiesen werden kann?

Ja,  wenn das Fahrzeug bei Antragstellung im Kreis Recklinghausen steht. 
Liegt der Termin zur Durchführung der Hauptuntersuchung oder Sicherheitsprüfung nach § 29 StVZO vor dem Ablauf der Gültigkeit des Kurzzeitkennzeichens, dürfen ohne Nachweis der durchgeführten Untersuchung und Prüfung nur Fahrten zur nächstgelegenen Untersuchungsstelle im Kreis Recklinghausen und zurück durchgeführt werden. Kann dem Fahrzeug keine Mangelfreiheit bescheinigt werden, so dürfen auch Fahrten zur unmittelbaren Reparatur festgestellter erheblicher oder geringer Mängel in einer nächstgelegenen geeigneten Einrichtung im Kreis Recklinghausen oder einem angrenzenden Zulassungsbezirk (das sind die Kreise Wesel, Borken, Coesfeld und Unna sowie die Städte Dortmund, Herne, Bochum, Gelsenkirchen, Essen und Bottrop). Wurde bei dem Fahrzeug Verkehrsunsicherheit festgestellt, ist jegliche Weiterfahrt untersagt. Die Beschränkung der Verwendung des Kurzzeitkennzeichens wird in den Fahrzeugschein eingetragen. Wurde bei der Untersuchung bzw. Prüfung Mangelfreiheit bescheinigt, kann das Kurzzeitkennzeichen ohne Weiteres bestimmungsgemäß (Probe- und Überführungsfahrten) bis zum Ablauf der Gültigkeit benutzt werden, ohne erneut bei uns vorsprechen zu müssen.

Kann ein Kurzzeitkennzeichen zugeteilt werden, auch wenn das Fahrzeug keine Typ- oder Einzelgenehmigung (mehr) besitzt?

Ja, wenn das Fahrzeug bei Antragstellung im Kreis Recklinghausen steht.
Mit Fahrzeugen, die keinem genehmigten Typ entsprechen oder denen keine Einzelgenehmigung erteilt wurde, dürfen Fahrten, die im Zusammenhang mit der Erlangung einer Betriebserlaubnis / Einzelgenehmigung stehen, zur nächstgelegenen Begutachtungsstelle innerhalb des Kreises Recklinghausen oder in einem angrenzenden Zulassungsbezirk (das sind die Kreise Wesel, Borken, Coesfeld und Unna sowie die Städte Dortmund, Herne, Bochum, Gelsenkirchen, Essen und Bottrop) durchgeführt werden. Die Beschränkung der Verwendung des Kurzzeitkennzeichens wird in den Fahrzeugschein eingetragen.
Falls das Fahrzeug nach erfolgreicher Begutauchtung mit dem noch gültigen Kurzzeitkennzeichen Probe gefahren oder überführt werden soll, muss zunächst die Betriebserlaubnis für das Fahrzeug bei uns beantragt werden. Dafür müssen Sie das Gutachten und den Fahrzeugschein vorlegen. Kann die Betriebserlaubnis ohne Weiteres (z. B. erforderliche Ausnahmegenehmigungen der Bezirksregierung) erteilt werden, so wird die Beschränkung der Verwendung des Kurzzeitkennzeichens aufgehoben und aus dem Fahrzeugschein gestrichen.Liegt für das Fahrzeug keine gültige Hauptuntersuchung und/oder Sicherheitsprüfung vor oder verfügt es nicht über die erforderliche Typ- oder Einzelgenehmigung und befindet sich das Fahrzeug nicht im Kreis Recklinghausen, so muss der Antrag auf Zuteilung eines Kurzzeitkennzeichens bei der für den aktuellen Standort des Fahrzeuges zuständigen Zulassungsbehörde gestellt werden.

Hinweis

Kurzzeitkennzeichen dürfen ausschließlich an nicht zugelassenen Fahrzeugen innerhalb der Bundesrepublik Deutschland verwendet werden. Inwieweit einzelne EU-Mitgliedstaaten den Betrieb eines Fahrzeuges mit deutschem Kurzzeitkennzeichen womöglich gestatten und/oder welche Beschränkungen wo gelten, ist bei den jeweiligen Vertretungen (Botschaft, Konsulat) des jeweiligen Mitgliedstaates oder aber auch bei den Automobilclubs zu erfragen. Der Kreis Recklinghausen kann und wird hierzu keine Empfehlung aussprechen. Für Fahrzeuge, die sich nicht in Deutschland befinden, darf das Kurzzeitkennzeichen nicht verwendet werden. Soweit das Fahrzeug seinen aktuellen Standort nicht im Inland hat, fällt es nicht unter die Vorschriften der Fahrzeug-Zulassungsverordnung. Ein Kurzzeitkennzeichen kann daher für die Überführung eines Fahrzeuges aus einem anderen Mitgliedsstaat der Europäischen Union und insofern auch aus einem anderen Drittstaat nicht ausgegeben werden. In diesen Fällen muss ggf. ein Überführungskennzeichen oder Ausfuhrkennzeichen in dem Staat beantragt werden, in dem das Fahrzeug seinen aktuellen Standort hat.

Gebühren

Grundsätzlich 13,10 Euro für die Zuteilung eines Kurzzeitkennzeichens (je nach Einzelfall können weitere Gebühren hinzu kommen) - die Schilder selbst müssen Sie bei einem Schilderpräger Ihrer Wahl kaufen, wodurch zusätzliche Kosten entstehen. 

 

 

Mehr Informationen zur Gesetzesänderung betreffend Kurzzeitkennzeichen vom 01.04.2015 finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.