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Leistung Freiraumentwicklungskonzept des Kreises Recklinghausen

  • wirtschaftliche Entwicklung und notwendiger Strukturwandel beanspruchen den Raum!
  • sinnvolle Ausgleichsmaßnahmen sind eine knappe und endliche Ressource

Wenn Flächen versiegelt oder beansprucht, Gebäude gebaut werden, kommt es häufig zu negativen Auswirkungen auf Natur und Umwelt. Die Beeinträchtigungen sollen, wenn sie nicht zu vermeiden sind, möglichst an Ort und Stelle ausgeglichen werden.

Dieser Ansatz setzt jedoch in Eingriffsnähe auch verfügbare Flächen voraus, die geeignet sind, die verloren gehenden Werte und Funktionen der genutzten Fläche zu kompensieren - was in vielen Fällen natürlicherweise nicht gegeben ist.

Bei der Suche nach Ausgleichsflächen im Umland rückt somit oftmals das simple Kriterium der Verfügbarkeit einer Fläche in den Mittelpunkt - ein konzeptioneller oder funktionaler Ansatz wird oft nicht intensiv genug verfolgt.
Das kann im Einzelfall spürbare negative Konsequenzen für Naturhaushalt und Landschaftsbild haben.
Im Gegensatz zum Land- und Freiraumverbrauch, der über einen Regionalplan, die Flächennutzungs- und Bebauungspläne der Gemeinden im weitesten Sinne geordnet und geplant verläuft, ist die Umsetzung der zwingend vorgeschriebenen gesetzlichen Ausgleichsverpflichtungen einer relativen Zufälligkeit unterworfen und folgt keinem gesamträumlichen Konzept.

Gutachten zum Freiraumentwicklungskonzept

 Aus diesem Grund hat der Kreis Recklinghausen bereits im Jahre 2004 ein Gutachten mit dem Inhalt:  „Freiraumentwicklungskonzept mit der Zielrichtung Kompensation und Ökopool (für den Kreis Recklinghausen)" in Auftrag gegeben.
Dieses Gutachten soll ein praktikables Rahmenkonzept bieten, um dem bestehenden raumbezogenen Konzeptdefizit beim Ausgleich von Eingriffen entgegenzuwirken und eine inhaltliche Zuordnung der Grundlagen und des kreisweiten Ausgleiches und Ersatzes zu ermöglichen. Der erarbeitete übergeordnete Rahmen schafft einerseits die Möglichkeit und Basis für eine kreisweit einheitliche Vorgehensweise und erleichtert andererseits den Städten und Gemeinden den Aufbau bzw. die Einbindung eigener Kompensationsmodelle.
Das vorgelegte Gutachten „Freiraumentwicklungskonzept mit der Zielrichtung Kompensation und Ökopool“ hat ausdrücklich den Kreis- bzw. regionalen Maßstab im Visier. Es soll dabei nicht restriktiv verstanden werden, sondern die Einstellung sinnvoller Maßnahmen in einen regionalen und überregionalen Zusammenhang erleichtern und somit Synergieeffekte durch die Vernetzung bestehender Biotope und Landschaftsstrukturen mit Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, z.B. im Rahmen der Landschaftsplanung, freisetzen.

Karten und Textteile des Freiraumentwicklungskonzepts

Der generalisierte Maßnahmenentwurf des Freiraumentwicklungskonzept mit der Zielrichtung Kompensation und Ökopool ist - der Übersichtlichkeit geschuldet - in 4 Einzelkarten abgebildet.  

Hinzu kommen ergänzende Informationen zum Bereich "Wald".

Die vollständige und gedruckte Fassung des Freiraumentwicklungskonzeptes, incl. aller Karten liegt in unserem Ressort 70.2 Landschaftsplanung und -gestaltung zur Einsicht aus.

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