Inhalt der Seite

Leistung Altenpflegeausbildung / Ausbildungsinhalte

Die Inhalte der Ausbildung orientieren sich in erster Linie an den gesetzlichen Rahmenbedingungen der Ausbildung. Das sind:

  • Gesetz über die Berufe in der Altenpflege (Altenpflegegesetz) vom 17. November 2000
  • Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für den Beruf der Altenpflegerin und des Altenpflegers vom 26. November 2002
  • Entwurf einer empfehlenden Richtlinie für die Altenpflegeausbildung des Landes Nordrhein-Westfalen vom Juni 2003

Die theoretische und praktische Ausbildung umfasst danach folgende Themenbereiche:

  1. die sach- und fachkundige, den allgemein anerkannten pflegewissenschaftlichen, insbesondere den medizinisch-pflegerischen Erkenntnissen entsprechende, umfassende und geplante Pflege
  2. die Mitwirkung bei der Behandlung kranker alter Menschen einschließlich der Ausführung ärztlicher Verordnungen
  3. die Erhaltung und Wiederherstellung individueller Fähigkeiten im Rahmen geriatrischer und gerontopsychiatrischer Rehabilitationskonzepte
  4. die Mitwirkung an qualitätssichernden Maßnahmen in der Pflege, der Betreuung und der Behandlung
  5. die Gesundheitsvorsorge einschließlich der Ernährungsberatung
  6. die umfassende Begleitung Sterbender
  7. die Anleitung, Beratung und Unterstützung von Pflegekräften, die nicht Pflegefachkräfte sind
  8. die Betreuung und Beratung alter Menschen in ihren persönlichen und sozialen Angelegenheiten
  9. die Hilfe zur Erhaltung und Aktivierung der eigenständigen Lebensführung einschließlich der Förderung sozialer Kontakte und
  10. die Anregung und Begleitung von Familien- und Nachbarschaftshilfe und die Beratung pflegender Angehöriger.

Struktur und Verlauf der Ausbildung

Die dreijährige Ausbildung gliedert sich in zwei Bereiche, einen schulischen, der in den Fachseminaren durchgeführt wird und einen praktischen, der in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen absolviert wird. Von insgesamt 4.600 Stunden in den drei Ausbildungsjahren, entfallen 2.500 auf die praktische Ausbildung und 2.100 auf den Unterricht in den Fachseminaren.

Die praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung erfolgt in einer stationären Pflegeeinrichtung und bei einem ambulanten Pflegedienst. Der Ausbildungsplan wird in enger Kooperation mit dem Fachseminar erstellt. Um das Erreichen der Ausbildungsziele zu gewährleisten, werden die Teilnehmer/innen durch Praxisanleiter/innen betreut.

Die Teilnehmer/innen schließen mit dem „Träger der praktischen Ausbildung“ einen Ausbildungsvertrag ab. Der Träger verpflichtet sich, während der gesamten Dauer der Ausbildung die Ausbildungsvergütung zu zahlen. Auszubildende können als Umschüler durch die Agentur für Arbeit ihres Wohnortes gefördert werden.

Die Ausbildung endet mit der bestandenen Abschlussprüfung. Diese gliedert sich in einen theoretischen, praktischen und mündlichen Teil.

Die theoretische Ausbildung

Die Dauer der theoretischen Ausbildung beträgt mindestens 2.100 Stunden und folgt, analog dem Curriculum der Schule, einer vorgegebenen Struktur. Die theoretische Ausbildung gliedert sich in Lernfelder, die darauf ausgerichtet sind, die Lerninhalte optimal miteinander zu vernetzen.

Die Ausbildungsvergütung

Die Auszubildenden erhalten gemäß § 17 Altenpflegegesetz eine angemessene Ausbildungsvergütung. Diese ist abhängig vom Ausbildungsjahr und vom Tarifvertrag des Anstellungsträgers und beträgt zurzeit monatlich ungefähr :

  • 799,00 € im ersten Ausbildungsjahr
  • 858,00 € im zweiten Ausbildungsjahr
  • 954,00 € im dritten Ausbildungsjahr

Ausbildungsvoraussetzungen

  • Gesundheitliche Eignung
  • Realschulabschluss oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsabschluss oder
  • Hauptschulabschluss Typ 10 A plus abgeschlossene mindestens zweijährige Berufsausbildung oder
  • Hauptschulabschluss Typ 10 A plus mindestens einjährige Ausbildung zum/zur Alten- oder Krankenpflegerhelfer/in

Bewerbung und Bewerbungsunterlagen

Bewerbungen müssen an eine Einrichtung der Altenhilfe gerichtet werden. Wenn die Bewerbung an ein Fachseminar gerichtet wird, wird diese ggfs. an eine praktische Ausbildungseinrichtung weitergeleitet.

Ansprechpartner