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Sanierungsnotwendigkeit

Das Kreishaus in Recklinghausen mit rd. 32.000 m² Bruttogrundfläche (BGF) wurde in den 1970er Jahren geplant, gebaut und im Jahr 1980 bezogen. Nach mehr als 38 Betriebsjahren, muss es umfassend saniert werden. Eine Vielzahl von erheblichen Mängeln und damit verbundene Haftungsrisiken wurden festgestellt.

Die Betriebssicherheit ist aufgrund von Brandschutzmängeln erheblich eingeschränkt:

  • Es liegen Defizite beim Personenschutz durch unzureichende Rettungsweg- und Flurlängen vor.
  •  Brandschutzschiebetore versperren den 2. baulichen Rettungsweg.
  •  Brandabschnitte entsprechen nicht den Anforderungen der geltenden Landesbauordnung.
  •  In den Innenecken der Gebäudeübergänge besteht Brandüberschlagsgefahr.

Darüber hinaus besteht erheblicher Sanierungsbedarf aus der Betreiberverantwortung:

 Elektrotechnische Infrastruktur:
  • Ohne grundlegende Sanierung ist die Betriebssicherheit der elektrischen Anlagen nicht gewährleistet.
  • Die technische Zukunftsfähigkeit (zunehmende Digitalisierung, E-Mobilität) des Gebäudes ist nicht gegeben.
  • Eine normengerechte Arbeitsplatzbeleuchtung fehlt.
  • Es bestehen gravierende Mängel in der Kabelverbindung zwischen Haupt- und Unterverteilung.
  • Schutzschalter fehlen, ein nachträglicher Einbau ist aufgrund der Mängel in der Kabelverbindung nicht möglich.
  • Die Rettungswege weisen unzulässige Brandlasten (Kabelbühnen) auf.
  • Kabelschotts bei E-Leitungen, die verhindern, dass sich Brand und Rauch verbreiten, fehlen. Eine Nachinstallation ist überwiegend nicht möglich (verbaut).
Lüftung:
  • Lüftungsanlagen aus dem Jahr 1979 sind veraltet und ermöglichen keinen hygienisch einwandfreien Betrieb.
  • Lüftungsanlagen weisen erhebliche technische Defizite auf. Auf der gesamten Abluftseite fehlen die Klappen.
  • Brandschutzklappen sind asbesthaltig.
Bodenbeläge:
  • Der Teppichboden aus 1979 stellt ein gesundheitliches Risiko dar.

Es bestehen weitere absehbare, notwendige Sanierungsbedarfe:

  • Die EDV-Verkabelung ist überaltert und nicht mehr leistungsfähig.
Sanitäranlagen:
  • Die Toilettenanlagen sind umfassend sanierungsbedürftig, es ist kein hygienisch einwandfreier Betrieb mehr möglich.
  • Die Wasser- und Abwasseranlagen sind überaltert.
Weiteres:
  • Dach, Fenster, Fassade sind undicht, unzureichend gedämmt und z. T. nicht mehr reparaturfähig.
  • Die Heizungsanlage ist überaltert und praktisch nicht steuerbar.
  • Keine oder keine gesicherte Ersatzteilversorgung (Fensteranlagen, Automatiktüren, Brandschutztore und -türen, etc.).


Insgesamt besteht ein unzureichender Personen- und Sachschutz.

Umfangreiche Instandhaltungsrückstände und Gebäuderisiken bestehen auch im Straßenverkehrsamt Marl.

Hinweis: Nicht alle Sanierungsnotwendigkeiten sind durch das Bürgerbegehren abgedeckt. Die Sanierungen,mit denen die Verwaltung beauftragt wurde, umfassen die Maßnahmen zur Behebung der sicherheitsrelevanten Mängel hinsichtlich Brandschutz, Haustechnik und Gesundheit der Nutzer.