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Kreishaussanierung

Kreishaus Aktuell: Der Kreistag hat in seiner Sitzung am 25. September den Neubau-Beschluss vom 11. Juni aufgehoben. Stattdessen wurde das Bürgerbegehren gegen den Neubau ohne Auszählung und Prüfung der Unterschriften für zulässig erklärt. Die Verwaltung hat den Auftrag bekommen, mit den im Bürgerbegehren geforderten Maßnahmen zur Behebung der sicherheitsrelevanten Mängel hinsichtlich Brandschutz, Haustechnik und Gesundheit der Nutzer unverzüglich zu beginnen.

Hintergrund: Das Kreishaus wurde Mitte der 70er Jahre geplant und 1979 errichtet. Eine technische Überarbeitung fand seitdem lediglich in wenigen Teilbereichen wie der Eingangshalle und einzelnen Sitzungsräumen statt. Sachverständige Baugutachter und Fachingenieure haben bereits vor 2007 umfangreiche Mängel und zwingende Sanierungsanlässe für das Kreishaus in den Bereichen Brandschutz, elektrotechnische Infrastruktur, lüftungstechnische Anlagen sowie Gebäudeleittechnik festgestellt. Behoben sind diese Mängel bislang nicht.

Entsprechend des Auftrags der Politik haben die Fachleute der Kreisverwaltung gemeinsam mit externen Beratern die wirtschaftlichste Lösung erarbeitet und verschiedene Sanierungs- und Neubauvarianten untersucht. Nicht weiter verfolgt wurde die sogenannte 0-Variante, die Sanierung nur des Notwendigsten. Diese Variante ist die einzige, die "konsumtiv" zu Buche schlagen würde, was bedeutet, dass die Kreisstädte alle Kosten unmittelbar über die Kreisumlage tragen müssten.

Die anderen, allesamt flächenreduzierten Varianten, können "investiv" dargestellt werden. Das bedeutet wiederum, dass die Sanierung über Jahrzehnte finanziert würde, was für die Städte eine geringere und konstante Belastung mit sich brächte. Außerdem kann der Kreis bei diesen Varianten auch aus seiner eigenen Liquidität schöpfen.

Durch die Flächenreduzierung könnten Nebenstellen der Kreisverwaltung aufgegeben werden, bei denen zum Teil auch erheblicher Sanierungsbedarf besteht.


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