Der Kreis Recklinghausen und seine Partnerkreise

Der Kreis Wodzislaw Slaski in Polen

Der Partnerschaftsvertrag zwischen dem Kreis Wodzislaw in Polen und dem Kreis Recklinghausen in Deutschland wurde am 02. Juli 2001 unterzeichnet. Grundlage hierfür sind enge freundschaftliche Beziehungen und Kontakte zwischen den Menschen beider Völker und unserer Kreise. Die Partnerschaft wird zur Stärkung traditioneller und neuer Freundschaftsbande beitragen und die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinwesen und den Menschen fördern.

Im Bestreben, an der weiteren Entwicklung zu einem gemeinsamen, freien, friedlichen und demokratischen Europa mitzuarbeiten, wurde der Partnerschaftsvertrag geschlossen. Dieser sieht u.a. vor, dass die Kreise das gegenseitige Kennenlernen unterstützen, das Wissen voneinander und das Verständnis füreinander fördern. Eigenständige Initiativen von Verbänden, Institutionen, Organisationen, Vereinen, Kammern, Kirchen aber auch aus der Bürgerschaft sind aufgerufen, die konkrete Zusammenarbeit auf verschiedenen Gebieten zu verwirklichen.

Der Kreis Wodzislaw Slaski mit seinen knapp 159.000 Einwohnern liegt im südwestlichen Teil der Wojwodschaft Schlesien. Im Süden, entlang der Flüsse Olza und Oder, bildet die Grenze des Kreises gleichzeitig den Grenzverlauf zur Tschechischen Republik. Die Gesamtfläche des Kreisgebietes beträgt fast 300 km². Die vier Städte Wodzislaw, Rydultowy, Pszów und Radlin, die im nördlichen Teil des Kreises liegen, bestimmen den industriellen Charakter des Kreises. Der Sitz der Kreisverwaltung befindet sich in der Stadt Wodzislaw Slaski, die eine wichtige Rolle als Industrie- und Dienstleistungszentrum des Kreises übernimmt. Hier kreuzen sich wichtige Bahnstrecken und Verkehrswege.

Durch den Kreis Wodzislaw führt einer der wichtigsten Verkehrswege aus der Tschechischen Republik zu den Seehäfen an der Ostsee. Die Anziehungskraft des Kreises ist auch in der Nähe zu Ostrawa, einer der größten Städte der Tschechischen Republik, zu finden. Schnelle Verkehrsverbindungen nach Ostrawa wirken sich schon jetzt positiv auf Handelsaustausch und Tourismus aus. Die fünf Dorfgemeinden Gorzyce, Lubomia, Godów, Marklowice und Mszana des Kreises liegen landschaftlich besonders attraktiv im Olza- und Odertal. Teiche und Seen sind hier ein wahres Paradies für Erholungssuchende. Diese Gegend widerspricht dem gängigen Klischee, das so mancher von Schlesien hat. Hier existieren eine intakte Flora und eine lebendige Fauna. Aber der Bergbau hat auch im Kreis Wodzislaw seine Spuren hinterlassen. In drei Zechen wird noch Kohle gefördert. Andere Zechen wurden bereits stillgelegt. Deswegen prägen auch Grubenhalden und Zechenbrachen das dortige Landschaftsbild.

Die Vielfalt der Landschaft des Kreises Wodzislaw lässt sich am besten beim Wandern oder bei einer ausgedehnten Radtour entdecken.

Kreis Wodzislaw Slaski.
Starostwo Powiatowe, ul. Boguminska 2,
44-300 Wodzislaw Slaski
Telefon: (+4832) 453 97 10, Fax. (+4832) 453 97 12
E-Mail: starostwo@powiatwodzislawski.pl
Homepage: www.powiatwodzislawski.pl


Kreis Sörmland

Mit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde am 3. April 1987 wurde zwischen dem Kreis Recklinghausen und dem Kreis Sörmland in Schweden eine langjährige Freundschaft offiziell besiegelt. Entwickelt hat sich diese Partnerschaft aus einem Austauschprogramm zwischen den Mitarbeitern beider Verwaltungen. Die Anregung dazu hatte der Landkreistag Nordrhein-Westfalen gegeben.

Der schöne Lustgarten - so wird Sörmland von Selma Langerlöf beschrieben. Vielleicht dachte sich dabei an die abwechslungsreiche Natur mit den vorgelagerten Schären, die sich zum baden, segeln und angeln anbietet, vielleicht waren es die Eichenhügel, die Wiesen oder das freundliche Mälarseetal, die ihrer Vorstellung vom Lustgarten entsprachen.

Der Kreis Sörmland ist durchaus vergleichbar mit dem Kreis Recklinghausen: beide sind industriell strukturiert, beide liegen am Ballungsrand, beide bieten aber auch zahlreiche Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten und jede Menge Kunst und Kultur. Die einzelnen Gemeinden der Provinz präsentieren sich vielseitig und interessant.

Eskilstuna - benannt nach dem heiligen Eskil, dem Apostel Sörmlands - ist bekannt für ihre Eisen- und Stahlindustrie. Die Entwicklung zu einer der größten Industriestädte Schwedens begann bereits im 17. Jahrhundert, als der Livländer Reinhold Rademacher hier eine Schmiedeindustrie gründete. Reizvolle Ausflugsziele in Eskilstuna sind - neben dem wichtigsten Kunstmuseum Sörmlands - der Tierpark und die kulturhistorische Altstadt.

 Mariefred, eine idyllische Kleinstadt am Mälarsee, verdankt ihren Namen dem im Jahre 1493 gegründeten Mönchskloster Pax Mariae. Das Schloß Gripsholm, eines der bemerkenswertesten geschichtlichen Stätten in Schweden, ist hier ebenso zu finden wie das Grab des berühmten Schriftstellers Kurt Tucholsky.

Strängnäs, schon zur Zeit der Wikinger Zentrum für religiöse Zeremonien, ist seit dem 12. Jahrhundert Bischofssitz. Der alte Stadtkern wird von dem schönen Dom beherrscht, einer stattlichen Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert. Nördlich des Doms liegt die Residenz "Roggenborg", die der Bischof im Mittelalter bewohnte.

Nyköping, die Provinzhauptstadt, liegt an einer Ostseebucht. Der Sitz der Provinzialregierung ist hier ebenso angesiedelt wie die Hauptverwaltung des Landtages. Unbedingt sehenswert sind die einzigartigen Felszeichnungen, die erst 1984 in Nyköping entdeckt wurden. Mehr als 300 Motive aus der Zeit von 1800-500 v. Chr. sind hier zu bewundern.

Malmköping, ein Ort mit einer militärischen Geschichte, erinnert noch heute an die Zeit von 1884 - 1921, in der das Regiment Sörmland hier exerzierte. Mehr über die Historie der Stadt erfährt man im Heimatmuseum, das unter anderem eine einzigartige Fotografiensammlung aufzuweisen hat. Verlockend ist auch eine Fahrt mit der Museumsstraßenbahn durch einen landschaftlich schönen Teil Sörmlands.

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