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Heidebrennen in Haltern !


Heideverjüngung in der Westruper Heide in Haltern am See

Heidebrennen März 2010Als am 10. März in der Westruper Heide Rauchwolken aufstiegen, handelte es sich nicht um ein außer Kontrolle geratenes Großfeuer. Das Vestische Umweltzentrum des Kreises Recklinghausen und engagierte Naturschützer gingen Gehölzaufwuchs und überalterter Heide gezielt mit Flammen an den Kragen: Der Natur- und Vogelschutzverein Haltern übernahm im Auftrag des Vestischen Umweltzentrums das Brennen eines 3 ha großen Heidebereichs im Naturschutzgebiet  "Westruper Heide" am Flaesheimer Damm. Die Aktion erfolgte in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Hullern. 
Die 87 ha große kreiseigene "Westruper Heide" ist ein Kulturbiotop. Sie wurde über viele Jahrhunderte von Heidebauern bewirtschaftet. Entstanden aus einer Übernutzung des heimischen Eichen- Birkenwaldes führten die Holznutzung, die Waldweide und das Plaggen (Streunutzung) mit anschließender Schafbeweidung zur Ausbildung einer anspruchlosen Vegetation: der Heide.

Heidebrennen März 2010 (Foto: Elke Rüdiger)
Heidebrennen (Foto: Elke Rüdiger)

Die radikalste Nutzung stellte das Brennen dar. Zur Düngung des Bodens brannte man die Heide nieder und konnte wenige Jahre Buchweizen oder Hafer anbauen. Kurze Zeit darauf wuchs dann wieder junge Heide.
Diese Tradition ging mit der Entwicklung des Kunstdüngers in der modernen Landwirtschaft verloren. Die Folge war, dass die Heidebrennen März 2010die Heidelandschaft vergraste, das Heidekraut verschwand und infolge der langfristigen Nährstoffversorgung heimische Gehölze die Heidelandschaften wieder in Laubwald verwandelten.
Die einst verbreiteten Heidelandschaften sind bis auf wenige Reste verschwunden; im Kreis Recklinghausen gibt es noch zwei kleinere Gebiete und die weithin bekannte "Westruper Heide". Diese Gebiete sind wegen Ihrer Seltenheit, der speziell angepassten Pflanzen (Wachholder, Heidekraut) und Tiere (Heidelerche, Zauneidechse) und wegen ihrer Schönheit besonders geschützt.
 
Das Vestische Umweltzentrum führt neben der sommerlichen Schafbeweidung weitere Pflegemaßnahmen zur Erhaltung der "Westruper Heide" durch, die sich an den historischen Nutzungen orientieren.
Der Natur- und Vogelschutzverein Haltern und Umgebung e.V. ist seit Jahren mit ehrenamtlichen  Arbeitseinsätzen im Auftrag des Vestischen Umweltzentrums des Kreises mit der Heidepflege beschäftigt. In Zusammenarbeit mit der Nachbarschaft HOTALÜ wurde z. B. im letzten Herbst Heide- Mähgut aus der Westruper Heide in der Holtwicker Heide aufgebracht um dort die Wiederbesiedlung mit Heide zu unterstützen.



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Ansprechpartner:
Herr Ahlers
Telefon: 02361/53-6314, Telefax: 6202, Zimmer: 4.3.04, Standort: Kreishaus
Herr Malden
Telefon: 02361/53-6016, Telefax: 6202, Zimmer: 4.3.02, Standort: Kreishaus

Öffnungszeiten:
Mo-Do: 8:30 - 12.00 und 13:15 - 16:00, Freitag: 8:30-12:00 Uhr
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