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Förderungsmöglichkeiten

Es gibt verschiedene Förderungsmöglichkeiten für unterschiedliche Gründungs- und Unternehmenssituationen. Diese haben wir für Sie auf einen Blick zusammengestellt.

Beratungskostenzuschüsse

Beratungsprogramm Wirtschaft - Vor der Gründung

Wer wird gefördert?

Personen, die ein gewerbliches Unternehmen oder eine freiberufliche Tätigkeit als selbstständige Vollexistenz in Nordrhein-Westfalen gründen oder übernehmen wollen.

Was wird gefördert?

Gefördert werden kostenpflichtige Beratungen zur Entwicklung und Umsetzung von Gründungskonzepten. Das Beratungsunternehmen muss Erfahrung und Sachkunde gegenüber dem Land NRW nachgewiesen haben.

Wie hoch ist die Förderung?

Gefördert werden bis zu vier Tagewerke bei Neugründung sowie bis zu sechs Tagewerke für Beratungen zu Betriebsübernahmen. Der Zuschuss beträgt 50% eines Tagewerksatzes, maximal 400 € je Tagewerk.

Wo kann ich die Förderung beantragen?

Bevor Sie einen Vertrag mit einer Unternehmensberatung abschließen, wenden Sie sich an eine zugelassene Anlaufstelle. Dies ist z.B. das STARTERCENTER Kreis Recklinghausen. Im Rahmen eines gemeinsamen Beratungsgespräches mit Ihnen und Ihrer Unternehmensberatung wird der Antrag erstellt.

Förderung unternehmerischen Know-hows (FuK) - Nach der Gründung

Wer wird gefördert?

  • Neu gegründete, junge Unternehmen innerhalb der ersten zwei Jahre nach Gründung (Jungunternehmen)
  • Bestehende Unternehmen ab dem 3. Jahr nach Gründung (Bestandsunternehmen)
  • Unternehmen in Schwierigkeiten (unabhängig vom Unternehmensalter)

Was wird gefördert?

Die Beratung für Jungunternehmen und Bestandsunternehmen kann im Rahmen der folgenden Beratungsschwerpunkte gefördert werden:

Allgemeine Beratungen 

  • zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.  

 Spezielle Beratungen

Um strukturellen Ungleichheiten zu begegnen, können zusätzlich zu den Themen einer allgemeinen Beratung weitere Beratungsleistungen gefördert werden. Hierzu gehören Beratungen von Unternehmen, die

  • von Frauen oder
  • von Migrantinnen oder Migranten oder
  • von Unternehmern/innen mit anerkannter Behinderung geführt werden und/oder
  • zur besseren betrieblichen Integration von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern mit Migrationshintergrund
  • zur Arbeitsgestaltung für Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter mit Behinderung
  • zur Fachkräftegewinnung und -sicherung
  • zur Gleichstellung und besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • zur altersgerechten Gestaltung der Arbeit
  • zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz beitragen.

Unternehmen in Schwierigkeiten können eine Förderung erhalten für eine Unternehmenssicherungsberatung zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit. Zusätzlich können Unternehmen in Schwierigkeiten zur Vertiefung der Maßnahmen einer Unternehmenssicherungsberatung eine weitere geförderte Folgeberatung zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung in Anspruch nehmen.

Wie ist das Antragsverfahren?

Jungunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten müssen, Bestandsunternehmen können vor Antragstellung ein kostenloses Informationsgespräch mit einem Regionalpartner (z.B. dem STARTERCENTER) führen. Über die Antragsplattform des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle als Bewilligungsbehörde) erfolgt online die Antragstellung. Eine der eingeschalteten Leitstellen prüft den Antrag vor und informiert den Antragstellenden über das Ergebnis. Erst dann darf ein Beratungsvertrag mit einem qualifizierten und bei der BAFA gelisteten Beratungsunternehmen unterschrieben und mit der Beratung begonnen werden.

Nach Durchführung der Beratung muss ein Verwendungsnachweis innerhalb einer 6-Monats-Frist ebenfalls online über die Antragsplattform des BAFA eingereicht werden. Die Bewilligung und Auszahlung des Zuschusses erfolgt nach Vorabprüfung durch die Leitstelle und abschließender Prüfung durch das BAFA.

UnternehmensWert Mensch - nach zwei Jahren Selbstständigkeit

Wer wird gefördert?

Das bundesweite Programm unterstützt kleine und mittlere Unternehmen dabei, eine zukunftsfähige und mitarbeiterorientierte Personalpolitik zu entwickeln. Förderberechtigt sind Unternehmen, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Sitz und Arbeitsstätte in Deutschland
  • Jahresumsatz geringer als 50 Mio. € oder Jahresbilanzsumme geringer als 43 Mio. €
  • weniger als 250 Beschäftigte
  • in NRW weniger als 10 Beschäftigte
  • mindestens eine/n sozialversicherungspflichtige/n Beschäftigte/n in Vollzeit
  • mindestens zweijähriges Bestehen des Unternehmens

Was wird gefördert?

Es werden Beratungen in vier Handlungsfeldern gefördert: Personalführung, Chancengleichheit & Diversity, Gesundheit sowie Wissen & Kompetenz. In diesen Bereichen erarbeiten professionelle Berater/innen gemeinsam mit der Unternehmensführung und Beschäftigten maßgeschneiderte Konzepte und Maßnahmen für eine erfolgreiche Personalpolitik. Vorgeschaltet ist ein Gespräch mit einer der bundesweiten Erstberatungsstellen. Dort wird die Förderfähigkeit abgeklärt und ein Beratungsscheck ausgegeben.

Wie hoch ist die Förderung?

Unternehmen erhalten bis zu 80 Prozent Zuschuss zu den Kosten der Prozessberatung. Die Restkosten tragen die Unternehmen selbst. Die Beratung kann maximal zehn Tage dauern und maximal 1.000 € pro Beratungstag kosten.

Wo kann ich die Förderung beantragen?

Die für Sie zuständige Beratungsstelle finden Sie unter diesem Link.

Mehr Informationen

www.unternehmens-wert-mensch.de

Potentialberatung - nach zwei Jahren Selbstständigkeit

Wer wird gefördert?

Die Potentialberatung ist ein bewährtes Arbeitsmarktinstrument des Landes NRW und soll - mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds - Unternehmen und Beschäftigte dabei unterstützen, gemeinsam Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung zukunftsorientiert zu sichern und auszubauen.

Die Potentialberatung setzt auf Teamarbeit und schließt immer die Beteiligung der Beschäftigten mit ein. Schließlich sind Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Belegschaft gerade für kleinere und mittlere Betriebe das wichtigste Kapital. Für eine Potentialberatung können Unternehmen ihren Berater oder ihre Beraterin frei wählen.

Informationen und Beratung erhalten Unternehmen bei den landesweit rund 100 Beratungsstellen - beispielsweise dem STARTERCENTER Kreis Recklinghausen. Die Betriebe erhalten anschließend einen Beratungsscheck, der ihnen eine schnelle und unbürokratische Umsetzung der Potentialberatung ermöglicht.

Wer wird gefördert?

  • Unternehmen mit mindestens zehn und weniger als 250 Beschäftigten - darunter mindestens eine/n sozialversicherungspflichtig Beschäftigte/n in Vollzeit, als natürliche und juristische Personen des privaten Rechts mit Ausnahme von juristischen Personen des privaten Rechts, an denen Bund, Länder und/oder Gemeinden/Gemeindeverbände zu mehr als 50% beteiligt sind.
  • Sitz und Arbeitsstätte des zu beratenen Unternehmens liegt in Nordrhein-Westfalen.
  • Unternehmen älter als 2 Jahre

Was wird gefördert?

Mit Hilfe der Potentialberatung können Betriebe entlang von fünf zentralen Themenbereichen ihre Stärken und Schwächen ermitteln sowie betriebsspezifische Lösungen erarbeiten:

  • Arbeitsorganisation, Kompetenzentwicklung, Demografischer Wandel, Digitalisierung, Gesundheit

Gefördert werden bis zu 10 Beratungstage. Pro Beratungstag sind 50% der tatsächlichen Kosten, höchstens jedoch 500 € erstattungsfähig.

Ein Beratungstag umfasst 8 Std. Die Beratung hat grundsätzlich mit Beteiligung von Unternehmensangehörigen und in der Regel im Unternehmen stattzufinden.

Wo kann ich die Förderung beantragen?

Eine Übersicht über die Beratungsstellen finden Sie hier.

Energieberatung Mittelstand

Ein wichtiges Instrument des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), um Energiesparpotentiale in kleinen und mittleren Unternehmen zu erkennen und Energieeinsparungen zu realisieren.

Die Energieberatung soll wirtschaftlich sinnvolle Energieeffizienzpotenziale sowohl in den Bereichen Gebäude und Anlagen als auch beim Nutzerverhalten aufzeigen. Ziel dieses Programms ist es, die Anzahl der durchgeführten Energieberatungen in KMU weiter voran zu bringen und damit vorhandene Energieeinsparpotenziale zu heben. Darüber hinaus soll auch die Umsetzung der aufgedeckten Einsparpotenziale bis hin zur Inbetriebnahme von Maßnahmen durch Energieberater begleitet werden, um die Umsetzungsquote weiter zu erhöhen. Durch sparsame Energieverwendung in Unternehmen kann ein wesentlicher Beitrag zur Energiesicherheit in Deutschland und zum Klimaschutz geleistet werden.

Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und des sonstigen Dienstleistungsgewerbes sowie Angehörige der Freien Berufe mit Sitz und Geschäftsbetrieb in Deutschland, die

  1. weniger als 250 Personen beschäftigen und
  2. einen Jahresumsatz von nicht mehr als 50 Millionen Euro oder eine Jahresbilanzsumme von nicht mehr als 43 Millionen Euro haben.


Für Unternehmen mit jährlichen Energiekosten über 10.000 Euro, beträgt die Zuwendung 80 % der förderfähigen Beratungskosten einschließlich einer eventuell in Anspruch genommenen Umsetzungsberatung, jedoch maximal 8.000 Euro.

Für Unternehmen mit jährlichen Energiekosten von maximal 10.000 Euro, beträgt die Zuwendung 80 % der förderfähigen Beratungskosten einschließlich einer eventuell in Anspruch genommenen Umsetzungsberatung, jedoch maximal 1.200 Euro.

Die Energieberatung beziehungsweise die Umsetzungsbegleitung ist nur zuwendungsfähig, wenn diese durch einen vom BAFA zugelassenen Energieberater erfolgt. Die Auswahl des Beraters obliegt dem antragstellenden Unternehmen.

Der Antrag ist vor Vorhabenbeginn, das heißt vor Abschluss eines Liefer- und Leistungsvertrags mit dem Energieberater zu stellen.

Die Antragstellung ist ausschließlich über das hierfür beim BAFA eingerichtete Online-Antragsformular möglich.

Weitere Informationen:
www.bafa.de

Mittelstand.innovativ! - Innovationsgutschein

eine Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen

Für kleine und mittlere Unternehmen bietet das Land Nordrhein-Westfalen Innovationsgutscheine an. Sie dienen als Eintrittskarte zu den Forschungslaboren der besten europäischen Hochschulen und Institute. Der Innovationsgutschein ermöglicht dort die vergünstigte Nutzung von Know-how und Infrastruktur zur Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen.

Die Kosten für diese externen Beratungs-, Forschungs- und Entwicklungs-Leistungen werden zu 50 Prozent erstattet. Kleine Unternehmen erhalten eine Erstattung von 80 Prozent. Jeder Gutschein hat einen Gegenwert von 5.000 bis 10.000 Euro. Die Gutscheine können auch von mehreren Unternehmen für ein größeres Forschungsvorhaben kumuliert werden.

Das Programm wendet sich an mittelständische Unternehmen aller Branchen, die neue Ideen nutzen wollen, um Innovationen zu generieren. Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und bis zu 50 Millionen Euro Umsatz oder bis zu 43 Millionen Euro Bilanzsumme. Es gilt die jeweils aktuelle KMU-Definition der EU, zurzeit die Empfehlung der Kommission vom 17. Juni 2014 (Nr. 651/2014). Der Sitz des Unternehmens muss in Nordrhein-Westfalen liegen. Unternehmen mit enger personeller Anbindung an eine Hochschule/Forschungseinrichtung (z. B. Hochschulausgründungen) können bei derselben Hochschule/Forschungseinrichtung keinen Innovationsgutschein einlösen. Die übrigen Bestimmungen des Programms sind den unten verlinkten Förderbedingungen zu entnehmen.

Nähere Informationen:
www.ptj.de

Weiterbildungsförderung

Bildungsprämie (Förderung des Bundes)

Wer wird gefördert?

Erwerbstätige, deren zu versteuerndes Jahreseinkommen 20.000 € (bei Ledigen) bzw. 40.000 € (bei gemeinsam Veranlagten) nicht übersteigt.

Was wird gefördert?

Der Besuch von beruflichen Weiterbildungsveranstaltungen wird mit einem maximalen Zuschuss von 500 € (50 Prozent der Kurskosten) gefördert.

Wo kann ich die Förderung beantragen?

Übersicht der Beratungsstellen

Mehr Informationen

www.bildungspraemie.info

Bildungsscheck (Förderung des Landes NRW)

Mit dem Bildungsscheck NRW können Beschäftigte und Unternehmen einen Zuschuss von 50 % zu den Weiterbildungskosten erhalten. Pro Bildungsscheck werden maximal 500 € gefördert. 

Wer kann einen Bildungsscheck erhalten?
Die Beratung erfolgt im Hinblick auf die berufliche Weiterbildung von Beschäftigten in Unternehmen mit Arbeitsstätten in NRW (das Unternehmen zahlt die Kosten der Weiterbildung - betrieblicher Zugang) bzw. von Beschäftigten mit Hauptwohnsitz oder Arbeitsstätte in NRW sowie von Berufsrückkehrenden mit Hauptwohnsitz in NRW (der/die Beschäftigte zahlt die Kosten der Weiterbildung - individueller Zugang).

Auf der Internetsite der G.I.B. können Sie durch einen Schnelltest erfahren, ob Sie für sich oder Ihre Beschäftigten einen Bildungsscheck erhalten können.


1. Beschäftigte (Individueller Zugang)

Zum förderfähigen Personenkreis zählen:

  • Zugewanderte bzw. Menschen mit Migrationshintergrund (selbst oder ein Elternteil aus dem Ausland zugewandert)
  • Berufsrückkehrende
  • Beschäftigte ohne Berufsabschluss
  • Un- oder Angelernte oder länger als vier Jahre nicht im Ausbildungsberuf tätig gewesene Beschäftigte (ausgenommen Akademiker / Hochschulabsolventen)
  • Ältere ab 50 Jahren
  • befristet Beschäftigte
  • Zeitarbeitnehmer/innen
  • geringfügig Beschäftigte
  • Teilzeitbeschäftigte bis 20 Stunden/Woche

Ratsuchende müssen mindestens eines dieser Merkmale aufweisen, um grundsätzlich einen Bildungsscheck erhalten zu können.

Von dem Empfang des Bildungsschecks ausgenommen sind Beschäftigte, die Leistungen nach dem SGB III erhalten (sogenannte ALG I-Empfänger bzw. -Empfängerinnen).

Das zu versteuernde Jahreseinkommen darf höchstens 30.000,- € bzw. 60.000,- € bei gemeinsamer Veranlagung betragen. Die Ausgabe einer Bildungsprämie des Bundes hat Vorrang, wenn das zu versteuernde Einkommen 20.000,- € bzw. 40.000,- € bei gemeinsamer Veranlagung nicht überschreitet.




2. Unternehmen (Betrieblicher Zugang)

Beratung nur für Unternehmen des Privatrechts mit mindestens einem und weniger als 250 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Stichtag: Tag der Beratung).

Ausgeschlossen im Sinne der Bildungsscheckförderung sind Unternehmen

  • des öffentlichen Dienstes von Bund und Ländern, sowie juristische Personen des Privatrechts, an denen Bund oder Länder zu mehr als 50 % beteiligt sind,
  • sonstige Körperschaften des öffentlichen Rechts wie z.B. Kammern, Landschaftsverbände, Universitäten
  • Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts (z.B. Sparkassen, Rundfunkanstalten, Filmstiftungen)


Nicht als Unternehmen des öffentlichen Dienstes im Sinne der Bildungsscheckförderung gelten Kirchen, die gemäß Art. 140 GG i. V. m. 137 Weimarer Reichsverfassung Körperschaften des öffentlichen Rechts sind, z. B. alle großen christlichen Religionsgemeinschaften.

Mit einem Bildungsscheck gefördert werden Beschäftigte, deren Arbeitnehmerbruttoentgelt höchstens 39.000,- € im Jahr bzw. 3.250,- € im Monat beträgt.

Wer erhält keinen Bildungsscheck?

  • Selbstständige,
  • Beschäftigte und Honorarkräfte der Weiterbildungsberatungsstelle, soweit diese die Beratung selbst durchführen,
  • Beschäftigte, die neben einem Einkommen aus einer geringfügigen oder gering bezahlten beruflichen Tätigkeit Leistungen nach dem SGB III erhalten (sog. ALG I-Empfängerinnen und -empfänger),
  • Beschäftigte im öffentlichen Dienst.

 

Was ist zu prüfen?

Zur Vermeidung von Missbrauchsfällen klären die Bildungsberatungsstellen die Identität der beratenen Person durch die Vorlage eines entsprechenden amtlichen Dokumentes (z. B. Personalausweis, Reisepass); diese Regelung gilt sowohl für den individuellen als auch für den betrieblichen Zugang. Im betrieblichen Zugang muss die bevollmächtige Person (Mit-)Inhaber oder Beschäftigter des Unternehmens sein.

  • Im individuellen Zugang wird das Einkommen anhand des Einkommenssteuerbescheides des Vorjahres oder aktueller Gehaltsabrechnungen im Hinblick auf die Einkommensgrenzen der Bildungsprämie (20.000,- € bzw. 40.000,- €) und der Einkommensgrenzen beim Bildungsscheck (30.000,- € bzw. 60.000,- €) geprüft.
  • Im betrieblichen Zugang muss die jeweilige Betriebsnummer des Betriebes mit in das Protokoll aufgenommen werden. Das Unternehmen erklärt im Beratungsprotokoll, Bildungsschecks nur für Beschäftigte einzusetzen, deren Arbeitnehmerbrutto im vorangegangenen Kalenderjahr einschließlich Sonderzahlungen nicht mehr als 39.000,- EUR bzw. 3.250,- € im Monat betragen hat. Wenn zum vorangegangenen Kalenderjahr keine Angaben gemacht werden können, kann ersatzweise das durchschnittliche monatliche Arbeitnehmerbrutto des laufenden Kalenderjahres zugrunde gelegt werden.

 

Was ist bei der Beantragung des Bildungsschecks sonst noch zu beachten?

  • Die oben genannten Personen können im Zeitraum von zwei Kalenderjahren (seit Januar 2016) einen Bildungsscheck pro Zugang erhalten.
  • Unternehmen können im Zeitraum von zwei Kalenderjahren (seit Januar 2016) bis zu zehn Bildungsschecks für ihre Beschäftigten erhalten; pro Beschäftigtem darf im Zeitraum von zwei Jahren nur ein Bildungsscheck genutzt werden.
  • Berufsrückkehrende können ausschließlich über den individuellen Zugang im Zeitraum von zwei Kalenderjahren einen Bildungsscheck erhalten.
  • Der Kurs darf bei Ausgabe eines Bildungsschecks noch nicht begonnen haben.

 

Welche Fortbildungsmaßnahmen sind nicht förderbar?

  • Trainings, die dem Verkauf spezifischer Produkte dienen oder exklusiv durch den Hersteller durchgeführt werden (Produkt- und Herstellerschulungen),
  • individuell für den Betrieb angepasste Fortbildungen, die nicht zu Festpreisen am Markt angeboten werden und die der Allgemeinheit nicht öffentlich zugänglich sind,
  • Kurse zur beruflichen Weiterbildung, deren Kosten aufgrund gesetzlicher Regelungen oder untergesetzlicher Normen vom Arbeitgeber zu übernehmen sind (z. B. beim Sicherheitsingenieur) oder dem Erwerb bzw. dem Erhalt von Fahrerlaubnissen dienen,
  • Kurse, die Beschäftigte bei ihrem Beschäftigungsunternehmen belegen,
  • Angebote, die der individuellen Gesundheitsprävention, der Erholung, der Unterhaltung, der privaten Haushaltsführung, der sportlichen oder künstlerischen Betätigung dienen,
  • Weiterbildungen für Beschäftigte, die dem Grunde nach einen Anspruch auf staatliche Förderung dieser Weiterbildungsmaßnahmen haben, wie z. B. nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG),
  • Weiterbildungen, deren Kosten (Teilnahme-/Prüfungskosten) teilnehmerbezogen durch die öffentliche Hand kofinanziert werden,
  • Weiterbildungen für Beschäftigte, die nach § 79 SGB III bereits gefördert werden,
  • Weiterbildungen, die von Bundes -oder Landesbehörden durchgeführt werden,
  • Weiterbildungen in Form von Einzelunterricht,
  • Weiterbildungsveranstaltungen mit einem Umfang von bis zu sechs Unterrichtsstunden,
  • Informationsveranstaltungen, Fachtagungen, Kongresse, Messen, Vortragsreihen,
  • Kurse, bei denen der Ort der Maßnahmedurchführung nicht in der EU liegt.

Bildungsgutschein

Wer wird gefördert?

Im Rahmen der Förderung der beruflichen Weiterbildung können die Agenturen für Arbeit bei Vorliegen der Förderungsvoraussetzungen Bildungsgutscheine für zuvor individuell festgestellte Bildungsbedarfe aushändigen. Die Teilnahme muss notwendig sein, um die Arbeitnehmerin oder den Arbeitnehmer bei Arbeitslosigkeit beruflich einzugliedern, eine konkret drohende Arbeitslosigkeit abzuwenden, oder weil die Notwendigkeit einer Weiterbildung wegen fehlenden Berufsabschlusses anerkannt ist.

Was wird gefördert?

Liegen die Voraussetzungen für eine Förderung vor, erhalten Sie einen Bildungsgutschein, mit dem Ihnen die Übernahme der Weiterbildungskosten und ggf. die Weiterzahlung des Arbeitslosengeldes zugesichert wird. Die genauen und sehr umfangreichen Bestimmungen entnehmen Sie bitte dem unter „Mehr Informationen“ angegebenen Merkblatt.

Wo kann ich die Förderung beantragen?

Beantragen Sie die Leistungen beider für Ihren Wohnort zuständigen Arbeitsagentur bzw. Ihrem Jobcenter.

Mehr Informationen

Gründung aus der Arbeitslosigkeit

Allgemeines

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die durch Aufnahme einer selbständigen, hauptberuflichen Tätigkeit die Arbeitslosigkeit beenden, können zur Sicherung des Lebensunterhalts und zur sozialen Sicherung in der Zeit nach der Existenzgründung eine Unterstützung erhalten.

Für Gründungsvorhaben aus dem ALG I-Bezug ist das der Gründungszuschuss, für Gründungen aus der Langzeitarbeitslosigkeit (ALG II) das Einstiegsgeld. Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Recklinghausen bietet das STARTERCENTER Kreis Recklinghausen in kostenlosen Orientierungsveranstaltungen einen Überblick über die aktuelle Gründungsförderung bei einer Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit (ALG I).

Das Seminar informiert über Gründungsvoraussetzungen und erste Planungsschritte, erklärt die Aufgaben und Bestandteile eines Unternehmenskonzeptes und gibt einen Überblick der Förderinstrumente, damit vorhandene Chancen und Risiken besser abgeschätzt werden können. Den Vortrag finden Sie hier.

Gründungszuschuss

Wer wird gefördert?

Arbeitslose, die ALG I beziehen und mit der hauptberuflichen Selbstständigkeit die Arbeitslosigkeit beenden wollen. Bei Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit muss ein Restanspruch auf ALG I von mindestens 150 Tagen bestehen. Die persönliche und fachliche Eignung muss gegenüber der Arbeitsagentur nachgewiesen werden, eine fachkundige Stelle muss das Existenzgründungsvorhaben begutachten und die Tragfähigkeit bestätigen. Als fachkundige Stelle fungieren die Kammern, Einrichtungen der Wirtschaftsförderung, STARTERCENTER, Kreditinstitute, Steuerberater, -beraterinnen.

Wie hoch ist die Förderung?

Die Förderdauer beträgt bis zu 15 Monate und ist in zwei Phasen unterteilt. In den ersten sechs Monaten nach Gründung wird ein monatlicher Zuschuss in Höhe des ALG I gewährt zuzüglich einer Pauschale von 300 € für die Sozialversicherung. Daran anschließend kann nach Prüfung der Geschäftstätigkeit durch die Arbeitsagentur die Pauschale für bis zu weitere neun Monate gezahlt werden.

Der Gründungszuschuss ist keine Pflicht-, sondern eine Ermessensleistung. Das heißt: es gibt keinen Rechtsanspruch auf die Gewährung!

Wo kann ich die Förderung beantragen?

Der Gründungszuschuss muss vor Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit bei der Agentur für Arbeit beantragt werden, in deren Bezirk die gründende Person ihren Wohnsitz hat.

Mehr Informationen

www.arbeitsagentur.de

Einstiegsgeld

Wer wird gefördert?

Bezieher von ALG II können zur Förderung der Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit ein sogenanntes Einstiegsgeld erhalten. Das Einstiegsgeld ist eine Ermessensleistung, die im Rahmen einer individuellen Vereinbarung zwischen der gründungsinteressierten Person und der ARGE/ dem Jobcenter getroffen wird.

Wie hoch ist die Förderung?

Das Einstiegsgeld kann bei Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit als Zuschuss zum ALG II gewährt werden. Optional können zusätzliche Existenzgründungshilfen zum Beispiel für die Anschaffung von Betriebsmitteln beantragt werden. Die Regelungen sind regional unterschiedlich!

Wo kann ich die Förderung beantragen?

Sprechen Sie Ihren persönlichen Ansprechpartner bzw. Ihre Ansprechpartnerin in dem für Ihren Wohnort zuständigen Jobcenter an.

Mehr Informationen

www.jobcenter-kreis-recklinghausen.de