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Leistung Wassergefährdende Stoffe

Wassergefährdende Stoffe im Sinne des § 62 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) sind feste, flüssige und gasförmige Stoffe, insbesondere  

  1. Säuren, Laugen,
  2. Alkalimetalle, Siliciumlegierungen mit über 30 vom Hundert Silicium, metallorganische Verbindungen, Halogene, Säurehalogenide, Metallcarbonyle und Beizsalze,
  3. Mineral- und Teeröle sowie deren Produkte,
  4. flüssige sowie wasserlösliche Kohlenwasserstoffe, Alkohole, Aldehyde, Ketone, Ester, halogen-, stickstoff- und schwefelhaltige organische Verbindungen, Gifte,

die geeignet sind, nachhaltig die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit von stehenden und fließenden oberirdischen Gewässern sowie von Grundwasser nachteilig zu verändern. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit erlässt mit Zustimmung des Bundesrates allgemeine Verwaltungsvorschriften, in denen die wassergefährdenden Stoffe näher bestimmt und entsprechend ihrer Gefährlichkeit eingestuft werden.

Als Maßstab für die Wassergefährdung wurden diese Stoffe in drei Wassergefährdungsklassen (WGK) eingeteilt:

  • WGK1: schwach wassergefährdend (z. B. Salzsäure, Natronlauge)
  • WGK2: wassergefährdend (z. B. Heizöl und Diesel)
  • WGK3: stark wassergefährdend (z. B. Altöl, Benzol)

Die Einstufung von Stoffen und Stoffgruppen erfolgt aufgrund der physikalischen, chemischen und biologischen Stoffeigenschaften nach dem Bewertungsschema der Verwaltungsvorschrift über die Einstufung wassergefährdender Stoffe (VwVwS). 
 
Links

Wasserhaushaltsgesetz WHG
Verwaltungsvorschrift Wassergefährdende Stoffe VwVwS vom 17.05.1999
Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (Information des MUNLV)

Fachdienst
Ansprechpartner
  • Herr Eichner  (Sachgebietsleiter, Zuständig für Datteln, Haltern am See und Marl)
  • Herr Ekamp  (Zuständig für Castrop-Rauxel und Dorsten)
  • Herr Tapper  (Zuständig für Gladbeck, Oer-Erkenschwick und Recklinghausen)