Inhalt der Seite

Leistung Hofeigene Ökokonten für freiwillige Pflanzmaßnahmen

Obstwiese

Freiwillige Pflanzmaßnahmen im Außenbereich können in einem speziellen Ökokonto gutgeschrieben werden. Dieses Konto wird nicht bei einer Bank, sondern bei der Unteren Naturschutzbehörde geführt. Interessant sind Ökokonten vor allem für Landwirte, Firmen und Besitzer großer Grundstücke.

Jeder, der im Außenbereich oder im Landschaftsschutzgebiet ein landwirtschaftliches Gebäude, ein Wohnhaus oder ähnliches gebaut hat, weiß, dass nach dem Landschaftsgesetz hierfür ein Ausgleich geschaffen werden muss. Dies kann zum Beispiel durch Anpflanzungen von Bäumen, Hecken oder Umwandlung von Acker in Grünland geschehen.

Der Vorteil eines hofeigenen Ökokontos ist, dass dieser Ausgleich nun auch bereits im Vorfeld erbracht und für spätere Bauvorhaben angerechnet werden kann. Früher wurden solche Gestaltungsmaßnahmen nicht nachträglich anerkannt und es mussten für notwendige Baumaßnahmen neue Ausgleichsmaßnahmen durchgeführt werden.

Wer sein Grundstück freiwillig eingrünen oder ökologisch aufwerten möchte, muss dies aber vorab mit der Unteren Naturschutzbehörde abstimmen; nur dann kann die Maßnahme später angerechnet werden. Einen entsprechenden Antrag dazu finden Sie hier

Zukünftige Bauherren sollten aber beachten, dass nicht jede Maßnahme anerkannt wird. Daher gilt zum Beispiel die Pflanzung einer nicht standorttypischen Hecke aus Ziergehölzen nicht als Ausgleich. Pflanzlisten mit geeigneten Bäumen, Hecken oder Obstbäume können Sie der „Gehölzliste für Kompensationsmaßnahmen” oder der „Pflanzenliste für Obstbaumpflanzungen / Streuobstwiesen“ entnehmen.

Definition Ökokonto nach Landschaftsgesetz NW: 

§ 5a - Anerkennung vorgezogener Kompensationsmaßnahmen

(1) Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege, die ohne rechtliche Verpflichtung bereits vor dem Beginn eines Eingriffs durchgeführt werden sollen, können auf Antrag vor ihrer Durchführung von der unteren Naturschutzbehörde zur Aufnahme in ein Ökokonto anerkannt werden, wenn von ihnen dauerhaft günstige Wirkungen auf die in § 4 Abs. 1 genannten Schutzgüter ausgehen und sie dem Landschaftsrahmen- und Landschaftsplan entsprechen. Sie können bei späteren Eingriffen als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen herangezogen werden.

Fachdienst
Ansprechpartner
  • Herr Schröer  (zuständig für Dorsten, Gladbeck, Herten, Marl)
  • Herr Wieser  (zuständig für Castrop-Rauxel, Datteln, Haltern am See, Oer-Erkenschwick, Recklinghausen und Waltrop)